Des Radl der Zeit, es steht net stü´,
bis Joahresend´ braucht´s neama vü´,
mit groß´n Schritt´n geht´s voraun,
imma weiter – es heut´ net aun.
Da Tog tuat laungsaum d´Kraft verlier´n,
und d´Nocht, dei´ tuat sie einquatier´n,
Da Schnee, er deckt die Erd´n zua,
d´Natur, sie legt sie sanft zua Ruah´.
Jetzt is sie do – dei´ stille Zeit,
mocht´s auf eure Herz´n und seid´s bereit.
Losst´s uns wieda zusammen find´n,
unsre kraunk´n Seelen auf´s Neue verbind´n.
Worte die trennen, wir woll´n uns befrei´n,
lern´ ma´s wieda – den aunder´n verzeih´n.
Zeit zu schenk´n – oft nua a Stund´,
zaubert a Lächl´n auf n´Mund.
Hoffnung zu geb´n – des tuat so guat,
trau´ di´- moch´s doch – hob nua Muat.
Des allergrößte jedoch im Leb´n,
is g´wiss die Liebe – sie zu geb´n.
Do braucht´s net spoarsaum sei´- oh nein,
den ohne da Liab´ kau koana sein.
I wünsch´ eich innig, es möge gelingen,
das Liacht in eure Herz´n tuat dringen,
i wünsch´ ma, es möge die Menschheit vabind´n,
das alle Leut´ wieda zueinand´ find´n,
egal wos er zu biet´n hot,
den gern hob´n find´ im innen stott.
Daun kinn´ ma alle gemeinsaum staunen,
tiaf drin im Herz´n des Christkind empfangen.
Des Liacht soi leucht´n weit und breit,
glückliche, friedvolle Weihnachtszeit.