Heuer woar g´wiss a b´sonderes Joahr
und in a poar Tog, do is a scho goar.
Krankheit und Aungst – vü Unsicherheit,
hot g´mocht si in unserem Herz´n breit.
Koar Nähe, koar Druck´n, koar sich zu umfass´n,
in dera Zeit konnt´ zua ma lass´n.
Zua Vorsicht – den koana hot g´hobt des bestreb´n,
den Virus zu kriag´n oda weita zu geb´n.
Die Sehnsucht – sich oafoch zu berüh´n,
im Arm zu nehmen – sich zu spür´n,
auszudruck´n – ich hob di gern,
des hot ma leida müass´n verwehr´n.
Dabei woar doch die Not so groß,
noch da Haund, sie zu greif´n – noch Berührung bloß.
Scho brennt a Liacht – Adventus, aum Kraunz,
a neue Hoffnung – für uns a Chance.
Ruhig zu werd´n – sich zu besinnen,
den Fried´n in uns – lass man beginnen.
Macht´s auf eure Aug´n – übt´s euch im Geb´n,
g´wiss wird des Bereichern euer tägliches Leb´n.
Hört´s hin, waun jemand sein Kumma wü klag´n,
vielleicht a liab´s Wort, tuat´s zua Antwort daun hob´n.
A zweites Liacht – jetzt heller tuat´s werd´n,
aum Himml leucht´n zahlreich die Stern.
Scho domois in da heilig´n Nocht,
hobn´s d´Hirt´n und Könige zum Christkindl brocht.
Bin sicha, des könnt´uns a heut´ no passier´n,
waun ma Vertrau´n, waun des Zü mia valier´n.
Folgt´s eurem Herz´n – da inneren Stimm´,
auf´n richtig´n Weg – sie führen euch hin.
Des dritte Kerzal – Zeit wird´s – sodaun,
im nächst´n Moment – wir zünd´n es aun.
Woame Stroih´n toan si vabreit´n,
ois Glücksg´fühl in gaunz vülle G´sichter gleit´n.
Hoffnung soi´s bringan weit und breit,
überschütt´n die Leut´ mit Zufried´nheit.
Nun is des vierte Liachtal bereit,
zu brennen – endlich is soweit,
mit vollem Glanz sich zu erheb´n,
zu bündeln – jetzt – ihr oazig Bestreb´n,
in alle Wesen wo´s Herzal tuat schlag´n,
gaunz vü von da brennenden Liab´ hin zu trog´n,
damit´s net vergess´n – nimmer mehr,
ohne Liab´ is des gaunze Leb´n g´wiss leer.
I wünsch euch vom Herz´n, mocht´s euch bereit,
a friedvolle, glückliche Weihnachtzeit.