Die geheime Reise des Nikolaus

In einem fernen Laund,
die Berg mit schneebedeckt´n G´waund,
tiaf im Woid in einem Haus,
lebte da heil´ge Nikolaus.


Aum 6.Dezember, jedes Joahr,
in an goldenen Schlitt´n der prachtvoi woar,
und von weiß´n Pferd´n die vorgespannt,
zog er durch Städte und durch´s Laund,
um die Kinder Geschenke zu geb´n,
doch diese Joahr is aunder´s g´wen.


A Wocha vor dem Starttermin,
hot eam a Kind a Briafal g´schrieb´n.
Mit feiner Goldschrift woar zu les´n,
das CLARA hoaßt – ihr Name is gewes´n.
Sie lebt in an Dorf des abg´leg´n staund,
umgeb´n von a Neblwaund.


A Zauberer hot den Neb´l g´legt,
so wurde diese G´schicht erzählt,
um des Dorf – es sollte nütz´n,
von da Auss´nwelt zu schütz´n.
Seitdem und des woar des dilemma,
is a koa Nikolaus mehr kemma,
nia woar aum 6.Dezember – schlimm,
a Schoko in an Stiefal drin.


St.Nikolaus woar fest entschloss´n,
dei´ Nebelfestung zu durchstoß´n.
Er hot scho g´wusst, es wird net leicht,
doch er versuacht´s – er woar bereit.
Mit Hilfe der Elf´n und Fee´n akurat,
woar boid da Schlitt´n mit Geschenk´n aum Start.
Daun hot da Nikolaus Platz genommen,
auf geht’s – da Schlitt´n, in Fahrt is g´kommen.


Als er des Nebldorf erreicht,
spürt er a Brise, kalt und feucht.
Er versuacht hier durch zu kommen,
doch sei Gespann is zum Stillstand g´kommen.
Nikolaus – er gibt nicht auf,
nun die G´schicht´ nimmt seinen Lauf.


A altes Lied, dass Kraft hot und Macht,
in seiner Erinnerung erwacht.
Vertreibt die Dunkelheit durch´s klingen,
Nikolaus beginnt zu singen:
„Durch Nebel und Nacht, bring´ich das Licht,
Herz voller Wärme, Gesicht voller Sicht.


Öffne dich, Nebel, lass mich herein,
denn Freude und Liebe sollen hier sein.“
Sei Überraschung woar ries´ngroß,
denn da dichte Nebl – er lies los.
Mit jedem Vers zog da Nebl vorbei,
schließlich des Dorf lag vor ihm frei.


Die Kinder san alle g´rennt aus´n Haus
und Nikolaus teilte Geschenke aus.
Glücklich, mit tränenerstickter Stimm,
trat Clara daun zum Nikolaus hin.
„Du host uns des schönste Geschenk heut brocht,“
hot´s za eam g´sogt und dabei g´locht.


„Ab heut´jedes Joahr aum 6.Dezemba,
liaba Nikolaus, tua zu uns kemma.“
St.Nikolaus hot´s fest versproch´n
und bis heute nicht gebroch´n.
Sogoar da Zauberer hot´s g´spürt,
er woar von Nikolaus Güte gerührt.
Hot den Nebl oafoch g´numma,
is verschwund´n und nimma kumma.

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