Vor launga Zeit in Nazareth,
wo Kaiser Augustus hot g´wirkt und g´lebt.
Hot müass´n um die Voikszohl zu erfoss´n,
sich jeda in Bethlehem zöhl´n lossn.
So woar´s a Josef und Maria bestimmt,
unterm Herz´n hot´s trog´n des Jesukind.
Um dei´ Lost zu trogn – kräftig und klein,
hot eifrig sich g´möldet a Eselein.
Gemeinsam maschierten sie voraun,
noch Bethlehem, die Roas´ fing aun.
Maria is g´sessn auf dem Esel sein Rück´n
und er hot´s trog gaunz stoiz, voi entzück´n.
Denn er hot sich do denkt – do geht’s ma g´wiss guat,
kriag sicha vü z´fressn und Wossa g´nuag.
Wia sie scho etla Stund´n san gaunga,
is kemma da Hunga, da Durst – a Valaunga,
noch a kloa´s bissal Pause – a wengerl a Rostn,
ausspauna kinna von dei´ doch schwer´n Lostn.
Josef woar dozua goar net bereit,
denn noch Bethlehem – da Weg woar noch gaunz sche weit.
Do hot´s Esal bockt – is blieb´n oafoch steh´,
woit ausrostn – gaunz sicha net weiter geh´.
„Wia weit den no?“ – woar seine Froge,
„…i bin duastig und Müad!“ – hot g´hört ma sei Kloge.
Maria is abg´stiegn – hot ihn g´numma in Oarm,
hot´s Esal liab g´streich´lt – eam is word´n mollig woarm.
Den letzt´n Vorrat vom Wossa hot´s g´numma,
für´n Es´l und der hot des ois glei vaschlunga.
Daun hob´n gaunz rot sich g´färbt seine Ohr´n,
vor schlecht´n G´wissn is kloalaut er word´n.
„So schlimm is jo net“ – des Esal gesteht,
„I schoff bestimmt no den Bethlehem-Weg!“
Maria gaunz leis´ haucht ins Ohr eam hinein,
„DANKE – mei braves Eselein!“