Erinnerungen

Des wos erlebt is wordn – mitsaumt dem G´füh,
des wird ois g´speichert – gaunz egal – ob ma wü,
in Form vom Gedächtnis – ob oit oda jung,
ma nennt des gaunz oafoch – Erinnerung.

S´betrifft net nua uns Menschn oi,
a d´Viecha und d´Pflaunzn auf jedn Foi,
guanz gleich – a jedes Lebewesn,
kau in dem aung´saumit´n Wissn lesn.
Mia Leut´ mia toan des a glei no bewerten,
do san mir Profi´s des san unsre Stärkn,
und so wia´s von uns is empfundn wordn,
so steckt´s in uns drin und geht niemois valorn.

Es mocht´des Vergaung´ne des längst schon is g´schehn,
oft fü schea wia´s woar – wia´s wirkli is g´wen.
G´speichert wird ois wos des Leb´n so schreibt,
und es is a des Letzte wos übrigbleibt,
in uns drin – gaunz genau – detailiert,
weil´s jo daun nimma im Lebn existiert.
Des san ois Momente, dei´ in uns vaborgn,
weiter leb´n kinnan fix g´speichert im Morgn.

Maunchmoi schiasst so a Gedaunke im Kopf,
laundet im Herzal, des Tog und Nocht klopft,
und kullert ois Tränen – s´versperrt oan die Sicht,
gaunz oafoch aus die Augn und über´s G´sicht.
Des is so a Zeit – grod a Augnblick ebn,
wo du grod tuast in da Erinnerung leb´n.

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