Eines Ob´nds – des Christkind für sich hot entschiedn,
weil sie die gaunzn Menschen tuat wirkli recht liebn,
Weihnochtn – heua – es wird ihr gelingan,
wird’s wieda amoi auf da Erd´n vabringan.
Laung is des her, denkt des himmlische Wesen,
das sie bei die Menschen do unt´n is g´wesn.
Da Weg woar a weite, beschwerliche Tour
und es hot sich a maunchmoi fost verloren die Spur,
denn nua a poar Engal, dei´ die Chronik hob´n g´schriebn,
von da Wöld – nur dei´ hot´s auf die Erde getriebn.
Aussa oana – oamoi und des Joahr für Joahr,
kummt da Weihnochtsmau jährlich zu d´Kinda goar.
Vü Oarbat wor nimma für den fleissig´n Maun,
den d´meistn Kinda di g´laubn nimma draun.
Doch die Wenigen, die do no übrig san blieb´n ,
dei´ wordn seine Hoffnung, auf da Erdn für´n Friedn.
Des Christkind, dei´ oll die G´schichtn vanumma,
kaunn´s goar net glaub´n und is förmli dakumma.
Der Mau is scho oid – a wos d´Engal hobn g´schriebn,
moat´s – des kau so net stimma – des is übatriebn.
Es nutzt nix – sogt´s Christkindl – werd´ auf d´Erd´ obasteign,
und mi von dem Gaunzn liaba sölbst übazeugn.
So is oiso g´schehn das aum Weihnochtstog morgn,
des Christkind auf Erd´n is kemma – vaborgn.
Sie woar gaunz entsetzt von dem, wos sie g´sehn,
wia d´Menschn toan d´Weihnochtn heut so erlebn.
Vom Kaufrausch für d´Gschenke san trieb´n die Leut,
aus´n Lautsprecher laut „Merry Chrismas“ wer schreit.
Sie blickt in vülle abg´hetzte Augn,
des wos si do siacht – des kaunns wirkli kaum g´laubn.
A Frau sogt genervt – dieses Weihnochtsgetue,
hoff´ es is boid vorbei – daun gibt’s endlich a Ruhe.
„Des is es Wohl“ – do des Christkindl jetzt denkt,
weils siacht das in foische Richtung des rennt.
Die Leut tuan nua so, als ob Weihnochtn wär,
des eigentlich´ Weihnochtsgefühl kennans längst nimmamehr.
In d´Familien – Obnd´s nix bessa is wordn,
da Sinn von da Weihnocht – so siacht´s – ging valorn.
In d´Kirchn – schnö, schnö – mia miassn do hin,
erklingt aus oan Haus, von an Vota, die Stimm.
Rasch noch Haus noch da Kirchn Muatta´s Stimme erschallt,
es is jo schon spät und des Essn wird kalt.
Daun sitzt´ns ban Tisch – kaum g´start´ mit dem Schmaus,
scho quengln die Kinda – sie hoitn´s nimma mehr aus.
„Waun is Bescherung“ zu laung hob´n si scho g´woart,
sudan die Kinda – g´wiss d´Geduld – dei´ is hoart.
Die Trännen, dem Christkind in d´Augn steign,
wia sie do tuat ba die Menschn verweiln.
Sie muass etwos tuan – etwos aus sich do denkn,
um den Menschen wieda echte Freude zu schenkn.
Si hot eing´steckt a Weihnochtsliacht – a guate Idee,
des – so denkt´s Christkind – zu schenkn war sche.
Mit dem hot´s a oftmois getröstet die Engal,
dei´ von die Wolkn san g´falln – a wengal.
Weil so a Liacht des auf d´Erdn gebrocht,
sicha a Wirkung und a Veränderung mocht,
Schnö greift´s in Toschn – mei, des is zan g´freun,
des Weihnochstliacht, in a jed´s Haus tuat´s vastreun.
Auf oamoi is wordn auf da Erd´n gaunz stü´,
und d´Mensch hobn kriagt a wärmendes G´füh.
Vor oi´lem d´Erwochsenen hobn si z´erscht g´streubt,
doch die Kinda hob´ns aufg´numma – sie woren bereit.
Es woar des Schönste wos kunnt´n erlebn
und hot eana z´ruck die Weihnochtsfreud´ gebn.
Die Oitn hob´n g´lächlt wia des Liacht kam hernieda,
Weihnochtn hot seinen Zauber jetzt wieda.
Des derf niamois mehr g´schehn, hot des Christkindl denkt,
und hot da Wölt gaunz vü vom Weihnochtsliacht g´schenkt.
Des b´sundare Liacht brennt im Schein jeder Kerz´n,
es erreicht so die Häusa und die menschlichen Herz´n.
So hot´s Christkindl sei Mission – wie so oft do im Lebn,
zur Gänze erfüllt – weils d´Freud uns wieda hot gebn.