Da schlaue Knecht!

Da Bauer is g´wesn mit´n Knecht auf´n Föld,
so hob´n des d´Leut´ mia vor kuaz´n erzöhlt,
Sie san fest aum Werkn – do siacht hoit da Knecht,
das d´Woik´n dann kemma und s´Wetta wiat schlecht.


„Du Bauer“ – so schreit er – „mia müassn uns schleina,
es wiard net laung daun – bis da Regn kummt eina.“
„Geh weita“ – moat da Bauer – „tua die Besinna,
rein Hoam und tua ma die Gummistüfin bringa.


Des tuat dem Knecht goar fürchtali störn,
„so hoi das do söba“ woar von ihm do zan höarn.
Da Bauer – er richt si kearzngrod auf,
stemmt d´Händ´ in die Rippn – sogt im Bosston darauf:
„Wer is jetzt da Bauer – bin´s I oda du,
jetzt hoi ma die Stüffín – und los mi in Ruh.


Da Knecht stapft davau richti Fuxteufl´s wüd,
s´tuat furchboar eam ärgern denn er hot do vaspült.
Er reint hinzua zan Haus – tuat a bissal goar schwitzn,
do siacht d´Tochter und d´Bäurin er ban Kuchatisch sitzn.


Da Knecht – sei G´sicht aun d´Weiba is g´richt,
sogt: „Da Bauer hot g´sogt – i dazöhl eich koa G´schicht,
„ I soi eich beide toats net dakemma.
amoi so richtig raun heut´ nemma!“
Die Bäurin schaut Ihr Tochta au,
des glaub´i net – jo spinnt der Mau!


Des würd´ da Bauer niamois sogn,
tuat sie glei drauf ois Auntwort hobn.
„Doch, doch“ beharrt da Knecht getrogn,
„I kaun jo sichalich no amoi frogn.!“


Er geht zan Fensta – reisst´s auf und schreit,
zan Bauern hin der aum Fold verweilt,
sei Stimm klingt listi – rein wie Kreide,
nur dei´ zwoar Worte – „Bauer – BEIDE?“
Da Bauer brüllt zan Fenstastock
„Natürlich beide!“ – du Idiot!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen