Wia d´Adventzeit aun hot g´faungan,
is a Fremda schlurfend über´n Moarktplotz gaungan.
Am Brunnen der aum Hauptplotz g´wen,
blieb da Maun auf oamoi steh´n
und sei Blick – d´Aug´n tuan sie weit´n,
übern gaunz´n Plotz toan gleit´n.
Da Fremde lächelt, tuat sie buck´n,
greift mit die Händ´ daun auf sein Ruck´n,
und ziagt vom Rucksock, der do woar,
an verschliss´nen Geig´nkost´n hervor.
Daun stellt er sich aum Brunnenraund,
nimmt d´Geig´n in sei linke Haund,
legt´s aun sei Kinn – den Bog´n den weich´n,
lost zoghoft er über d´Sait´n streich´n.
Tuat Töne kurz a bissal fühl´n,
und faungt daun oafoch aun zan spül´n.
Fremdoartig, schen, so hot des klungan,
doch seltsaum vertraut is in d´Ohr´n drungan.
A Liad, des oan im Glaub´n hot loss´n,
ma is dahoam, s´woar kaum zan foss´n,
ma is geborg´n wia noch nie,
und mit sich selbst in Harmonie.
Da Lärm vom G´schäft, des g´wen daneb´n,
der is verstummt – die Leut´blieb´n steh´n.
Hob´n g´horcht auf´n Klaung, den d´Ohrn aufg´faunga,
daun san´s zum Fremd´n aum Brunnen gaunga.
Und a dahoam in jed´n Haus,
Fernseha,Radio´s, woar´n glei´ aus,
nochdem die Fenster waren off´n,
in die Zimma is d´Musik eintroff´n.
Jeder lauschte diesem Klaung,
ringsherum woar´s ruhig daun.
Lediglich a Einkaufswog´n,
von da oit Hanni tuat quietschend klag´n,
ihr Hab und Guat – drin alle Soch´n,
nur der hot d´Stille unterbroch´n.
Wer is der oite Maun nur g´wen,
mit braunen G´sicht – neamt tuat´s versteh´n.
Und von an weiß´n Boart umrahmt,
epa a Magier in an oit´n G´waund?
Er spielte, spielte – d´Mensch´n lauscht´n,
maunchmoi fragend d´Blick sie tauscht´n.
Doch zuzuhör´n woar oafoch schen,
a bissal is a unheimlich g´wen.
Vom Klaung, beinah – woar ma besess´n,
ma hot des Atmen fost vergess´n.
Selbst d´Hanni, dei´ kaum wos erregt,
Hände foitend vor eam steht.
Aus Ihre Aug´n toan Tränen fall´n,
dei´über´s dreckig´ G´sicht ihr roll´n.
Neamt hot´s g´sehn denn ean´re Aug´n,
fokusiert fix auf´m Fremd´n schaun,
der seina Geig´n, die niemois stockt,
imma wieda Melodie´n entlockt.
Neb´n an G´schäft aum Bam ob´n drauf,
blitz´n plötzlich Liachta auf,
sie tauch´n den Platz in an funkelnden Schein,
des woarm in die Herz´n da Menschen ging rein.
Auf oamoi woar do a stille Freud´,
in alle Mensch´n – auf d´Weihnochtszeit.
Des Geig´nspü – jetzt woar´s zu End´,,
und d´Leut, sie klatscht´n vehement,
sie legten Münz´n net zu knapp,
in den Alten sein Geigenkast´n ab.
Der nahm die Münz´n und zum Dank´,
den Fremd´n sei Haupt verbeugend sank,
er packte mit sorgfoit – wiederum ein,
den Geig´nkost´n in sein Rucksock hinein,
daun legt´ er in Hanni´s Händ´alle Münz´n
und tuat Ihr no Frohe Weihnocht´n wünsch´n,
so leis´ wia da Fremde is Anfang´s kemma,
tuat er daun wieder den Rückweg nehma,
doch z´ruck bleibt im alle Herz´n da Leut´,
des tiafe G´füh´da Weihnochtsfreud´.