Rauh´ und koit is rungsumher,
di Bam hobn koane Blattl´n mehr.
Im Laund, da Schnee bedeckt die Földa,
di Wie´n, Stroß´n und di Wölda.
Und d´Tog san a scho kürza wordn,
si hob´n di Helligkeit verlorn.
Jetzt steht dafür di launge Nocht,
grod glaunzvoi in ihra vollen Procht.
Des Joahr, es neigt dem End´ si zua,
suacht nun die Stille und die Ruah.
Vü Viechal hobn ihr Nest belegt,
zum Wintaschlof sich nieda g´legt.
Und a da Mensch´ in seina Eil´,
wird a bissal Ruah´ zuteil.
Noch Fleiß und Oarbat, Plog und Müh´,
is d´Weihnochtszeit rein für´s Gefüh´.
Besinnan, oafoch stüller leb´n,
in da Gemeinschoft Hoffnung geb´n.
Des Kloane wieda bessa seh´n,
mitanaunda vü mehr red´n.
Und maunchn, den ma hot valetzt,
drauf zua gehn – fest a Zeich´n setzt.
A friedvoll´ scheanes miteinand,
gaunz kloar, des liegt in unsra Haund.
Geduldig sei, a mit uns sölba,
di Zeit wird leida imma schnölla.
A Herz hob´n für des Leid da Wölt,
so mauncha sich die Froge stöllt.
„Warum muass vieles so gescheh´n?“
Versuachts den Sinn im Leb´n d´sehn.
Es is oft schwear, des zu verseh´n,
di Schicksale, di wir erleb´n,
doch irgendwo, des is bekaunt,
hoit schützend wer über uns die Haund.
Vom weitem hört ma d´Glock´n klingan
und d´Engal „HALLELUJA“ singan.
Si ruaf´n uns gaunz leis´ und sacht,
zum Wunda in da Heil´gn Nocht.
Mocht´s auf des Herz und seit´s bereit,
a schene, fröhliche Weihnochtszeit!