Sunnawend´

Den 21. aum Kalenda,
im Monat Juni – den tuat ma kenna.
Do is des Morg´n – und Abendrot,
im Gleichgewicht – kurz g´sogt im Lot.
Di Sunn´, dei´ ihr Bahn um die Erd´n hot g´numma,
is jetzt aum höchst´n Punkt aunkumma.
Des hoaßt gaunz kurz is do die Nocht
die Helligkeit des Rennen mocht.
Ma hot do oft sogoar des G´fühl,
ois ob da Tog net z´End´ geh´n wü.

Ringsum d´Energie tuat sprieß´n,
jetzt hoaßt´s eintauch´n und genieß´n.
Mit allen Sinnen zu erleb´n,
wos uns da Herrgott schen´s hot geb´n.
Überoi toan d´Bleamal blüah´n
die Freud´ aum Leb´n is zan spür´n.
A aromatisch feina Duft,
vom trock´nen Gros liegt in da Luft.
Traditionell und ois Daunksogungsgründ´n,
tuat ma aum Ab´nd a Feuer entzünd´n.

Es soi a, a Reinigungswirkung verleih´n
und ob´ndrein böse Geister vertreib´n.
So mauncher hot in dera Nocht,
a mystische Entdeckung g´mocht.
Elfen und Fee´n, die leb´n im Geheimen,
hoaßts – in da Zaubernocht tat´ns erscheinen.
Seid´s ehrlich – hobt´s eich a scho docht´,
wauns Glühwürmchen seh´ts rund um dei´ Nocht,
die leuchtenden Punkterl schaun aus wia Aug´n,
ois tat ma in Elf´n-und Feen-G´sichterl schaun.
I tua no amoi ins Feuer blick´n
und da Sunn´ a Daunkschen schick´n.
Daun is vorbei – kurzum zu Ende,
die Nocht zur Sommersonnenwende.

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