Die Tog werd´n kürzer und die Nocht,
dei´ broat´ si´ aus, kriagt jetzt die Mocht,
und mit ihr d´Wöd tuat hoamli werd´n,
d´Natur ziagt z´ruck sich in die Erd´n.
Jetzt is sie do – die stü´ste Zeit,
a b´sondre Stimmung mocht si´ bereit.
Advent – für maunche is des a besteb´n,
vielleicht dem Aundern a bissal mehr z´geb´n.
Aun gemeinsamer Zeit – net wei´ ma sie hot,
wei´ da aund´re sie braucht – dessweg´n grod.
So vü wa im Leb´n leichta zan trog´n,
waun ma an Mensch´n zum zuahör´n tat hob´n.
A freundliches Wort tuat jeder gern hör´n,
drum Leutl´n toat´s g´wiss des nia wen vawehr´n.
Scho maunchmoi hot des g´holf´n in Not,
des braucht jede Seele wia´s tägliche Brot.
Vü zu schnö, ziag´n vorbei im Leb´n die Stund´n,
s´war oft schen,
waun´s grod wa´- waun ma´s aufhoit´n kunnt´n.
A hoit zwischendurch zum horch´n noch innen,
stü´ zu werd´n – sich zu besinnen,
des tat uns a guat – vü Kroft kunnt´s uns geb´n,
für unsa doch oft sehr beschwerliches Leb´n.
Aum Kraunz zünd´ ma aun nochanaund olle Kerz´n,
Leut´ln geht’s zua – mocht´s auf eich´re Herz´n,
den boid is sie do in volla Procht,
die laungersehnte heilige Nocht.
s´Christkind wird auf d´Erdn kemma,
und tuat für die Menschheit die Liab´ mitnehma.
Schenkt Hoffnung, Zuversicht und Freud´,
i wünsch´ eich a g´segnete Weihnochtszeit!