Weihnachtsgedicht – 2025

Des Joahr is oit, geht boit zu End,
die koite Zeit greift vehement,
um sich – verdrängt die Sonnenstroi´n,
die erst´n Schneeflock´n, sie fall´n.
D´Natur sie ziagt si´ z´ruck in d´Erd´,
schen laungsaum d´stille Zeit einkehrt.


Da Neb´l legt si´ über´s Laund,
die Welt ziagt aun des Winterg´waund.
Jetzt tuat rauh die Luft agier´n,
koa woarmes Winderl is zan spür´n.
Vü Viecherl einpockt in an Fell,
suach´n auf die Fuattastöll.


Schwoch wird da Tog und stoark die Nocht,
geheimnisvoi, mystisches Leb´n erwocht.
Noch St.Kathrein´beginnt die Zeit,
da Stille und Einkehr – boid is soweit,
Advent, hoaßt Ankunft – nimmt sein´ Lauf,
mocht´s alle weit die Herz´n auf.


Kerz´n um Kerz´n zünd´ma aun,
laungsaum heller wird da Raum.
A d´Stern leucht´n aum Himmelszelt
schließlich stroiht die gaunze Welt.
Am Thomastog faungt daun sodaun,
die erste von zwölf Rauhnächt´ aun.


Bringt uns hin zu jener Nocht,
wo uns da Herrgott d´Liab hot brocht.
In einem Stoi wurd´ uns gebor´n,
das Jesukind – s´wor auserkor´n,
auf Erd´n uns, den Mensch´nkinder´n,
zu helf´n, unsre Not zu lindern,
maunchmoi uns a durch´s Leb´n z´trog´n,
drum lost´s uns innig Daunkschen sog´n.


All´ unsre Sorg´n, lasst´s uns maschier´n
trog´n mas zum Kripperl, toan nieda knian.
Schenk ma uns alle Liab´ auf Erd´n,
daun kaun in uns endlich Weihnocht´n werd´n.

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