Es woar amoi vor launger Zeit,
a Engerl mit an Sternenkleid.
Unzählig vü, mit hellem Schimma,
dass koana sie hot zählen kinna.
Die Stern hob´n g´funkelt wunderschön,
jedoch nur, waun´s Engerl glücklich is g´wen.
Aun maunchen Togen hot´s des geb´n,
do hot ma´s gaunz hö´ leucht´n g´sehn.
Doch waun´s woar voi Traurigkeit,
daun woar koa Sterndal auf´n Kleid.
Denn waun des Engerl hot Tränen vergoss´n,
san aus´n G´waund a die Lichtgeister g´floss´n,
dei´ für die Sterndal auserkor´n,
und für des Funkeln verauntwortlich word´n.
Do drauf die aundern Engerln meinen:
„Du derfst net imma so vü weinen!“
Warum des Engerl so traurig is g´wen,
konnten die aundern goar net versteh´n.
„Aum Hümmi im Dunkeln für olle Leut´,
„zu funkeln“, moanan´s, „des mocht doch a Freud´!“
„Wia kaun i mi freu´n waun auf Erd´n oh weh,
i sovü Elend und Mensch´n-Not seh!“
Und wieder da Blick vom Engerl sodaun,
geht runter auf d´Erd´n – a Frau und a Maun,
siacht´s daun – sie schienen sehr arm zu sein,
sie schleppten sich müd´ in a Stadt hinein.
Sie klopft´n aun Türen – doch man trieb sie stets fort,
neamt hot eah geb´n a Bleibe vor Ort.
Doch hoit – in an Stoi zum niedaleg´n,
hot jemand eana a Platzerl geb´n.
So gerne hätt´des Engerl g´holf´n – oh Schmerz,
es bricht ihm voi Kummer, fast scho des Herz.
Liacht soi eigentlich Hoffnung bringa,
doch an des Wunder glaubt s´Engerl nimma.
Scho wieda moch´n die Tränen sich breit
und die letzten Sterndal foin aus´n Kleid.
Do unt´n im Stoi – do tat´s ma jetzt taug´n,
denkt sich des Engerl und schliaßt seine Aug´n.
Auf oamoi wird’s woarm – a hella Stroih,
des Engerl tuat blinzeln – so wundervoi,
a strahlendes Liacht – Musik tuat erklingen,
von irgendwo her, do hört ma wem singen.
„Wos is mit mir los?“ – „Wos is den do g´scheh´n?“
„I bin jo grod no im Himmi drob´n g´wen?“
Des Engerl gaunz irritiert tuat moana,
doch auf amoi hört´s leise wem woana.
A kloanes Kind im Stoi, wos z´erst g´seh´n,
is in da Fuattakripp´n g´legn.
Da Maun und die Frau, sie tuan sich g´freun,
toan si´ glücklich über eah Kindal beug´n.
Da kloane Sternen-Engel tuat spür´n,
wia ois in eam lacht – wia er d´Freud´ z´ruck tuat kriag´n.
DIE HOFFNUNG – jub´lt da Eng´l – jo,
sie is net verlor´n – die Hoffnung is do.
Er spürt wia des Liacht zurück tuat dringen
und sei G´waund tuat wieder zu funkl´n beginnen.
Gaunz liebevoi wird sei´ Blick – voi Glück,
er flüstert a: „DANKE!“ und fliagt daun zurück,
schwebt funkelglitzerhell glei drauf
und hoffnungsfroh zum Himmel hinauf.
In diesa wundersaumen Nocht,
stroihlt´n seine Sterndal aum G´waund voi Procht,
hella ois alle Stern´ die er kennt,
strahlend, funkelnd aum Firmanent.
Des Engerl tuat sei Versprech´n platzier´n,
nie wieder wird’s die Hoffnung verlier´n.
So laung aum Hümmi die Sterndal schweb´n,
wird’s auf da Erd´n a Hoffnung geb´n.