A Engel und des Lied da Freud´!

Amoi hot es sich ergeb ´n,
im Himm´l, wo die Engerl´n leb´n,
dass so a Wes´n von dort ob´n,
zu d´Mensch´n auf die Erd´is g´flog´n.
Und des mit Neugier – voller Freud´,
mitt´n in da Weihnochtszeit!


Wia´s so schaut in ean´re G´sichter,
bemerkt´s, die Aug´n woar´n ohne Lichter,
koa Vorfreud´- nur versperrte Tür´n,
konnte des himmlische Wes´n spür´n.
Grod hiazt, so stellt sich´s Engerl vor,
is doch die schönste Zeit im Joahr?


So viele Feste, wia da Advent,
St.Nikolaus, der allen wos schenkt,
und zum Höhepunkt bestimmt,
s´Geburtstogsfest vom Jesukind.
Verwundert rund um d´Stadt tuat´s blick´n,
um daun erkenntnisvoll zu nick´n,
des Herz da Mensch´n is erfro´rn,
sie hob´n die Freud´ aum Wunder verlor´n.


„Aufg´weckt g´hear´ns! – und d´Weihnaochtsg´schicht´n,
muass ma den Mensch´n wieder bericht´n.“
Moant des Engerl und schaut hinaus,
vom Glock´nturm, ob´n aum Gotteshaus.
Wie eilig s´is hob´n,sie streit´n und rennan,
die Ruah´ und die Stille toan d´Leut´ nimma kennan.
Des Engerl denkt noch – da Tog ziagt vorbei,
sche laungsaum kommt die Nocht herbei.


Die meist´n Leut´auf den Straß´n und Gass´n,
hob´n bereit´s die Stadt verlass´n,
san hoam in ean´re Häuser zog´n,
und s´Engerl sitzt no aum Kirchtuam ob´n.
Denkt und studiert wia´s den Mensch´n kaun helf´n,

sie tuat auf so vü Frog´n treff´n.
Vielleicht, so moant´s, kinnan´s d´Freud´ nimma zoag´n,
weil´s unangenehm für die Mensch´n is word´n?
Des kaun des Engerl guat versteh´n,
do muass ma g´wiss a Hilfe geb´n.


„I muss,….“, so sogt´s – daun raschelt wos,
des Engerl schreckt´s – „Wo is den dos?“
Eilig tuat sie sich versteck´n,
den koana derf sie do entdeck´n,
Mit nur einem Flüg´lschlog,
hebt´s Engerl daun vom Bankerl ob,
sie fliagt in Richtung Glock´n hin,
die mitt´n auf´n Kirch´nturm hing.


Hiazt d´Fried´nsglock´n tuat beginnen,
melodisch hin und her sich schwingen
glei´ d´rauf ihr silberhelle Klaung,
gleitet stü die Nocht entlaung.
Wia waun a Zauber drinnen steckt,
koa Mensch wurde vom Klaung geweckt.


Und doch is g´waundert d´Melodie,
in die Träume der Mensch´n irgendwie,
des Liad,von allem hot erzählt,
wos zuvor den Mensch´n g´fehlt.
Vom Fried´n, Feiern, von da Freud´,
von da schönen Weihnochtszeit
und vom Besuch in jener Nocht,
wo´s Engerl s´Liad der Freud´ hot brocht,

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