Griaß di Gott du edler Most,
hebst jede Stimmung waun man kost,
scho Hyppokrates tuat ihn erwähnen,
unverkennboar d´Charaktäre erkennen.
Den Winawitzbirn sogt ma noch,
da Most sei lebenslustig oba floch.
Weil do da Fruchtsoft schnö tuat gär´n,
muass er glei a g´trunk´n werd´n.
Hingeg´n da Laundbirn´ stoark und heftig,
braust in dein Körper und wird mächtig,
is jähzornig und hundsgemein,
heimtückisch tuat sei´ Wirkung sein.
Weiter´s da rotwangige Mostapf´l nocha,
der tuat di´ schwermütig und tiafsinnig mocha.
In da blühenden Jugend – sogt ma – summt a,
später im Alter oba brummt a.
Und ban Fraunbirn-oder Schmoizbirnmost,
den G´schmo aum Gaumen oda Zung´kleb´n host.
Den Most muass ma beiss´n, den der tuat „hob´n“,
so tuan´s hoit die eing´fleischt´n Mostdipfler sog´n.
Vamischt ma jedoch die Äpf´l und Birn´,
tuat´s also harmonisch zusammen führ´n,
das Ergebnis und des mit hippokratischem Eid,
da Mischlingsmost, Leutl´n, der mocht uns a Freud´.
A poar Schritte vom Obst zum Most toan föhl´n,
bis man kau trinka – i tua´s g´schwind´erzöhl´n.
Voraussetzung san d´Birn´und d´Äpf´lbam,
mit reif´n Obst des g´ernt´ werd´n kann.
Von nix, do kummt nix – also spuk´ma in d´Händ´,
hölf´ ma schnö zaum daun find´s boid an End.
Die Obstbam werd´n beutl´t bis koana is d´rob´n,
nocha zaumklaubt – sprich, in d´Säck´ eini g´hob´n.
Glei drauf wird’s Obst akribisch sortiert,
gründlich g´wasch´n bis da Dreck sich verliert.
Nur beste und ausg´reifte Äpf´l und Birn,
tuan zu an guat´n Qualitäts-Mosterl führ´n.
Daun gibt ma des Obst in an Trichter hinein,
darunta da Schredder, der mocht´s richtig klein.
Jetzt tuat ma den Obstbrei zauman fest press´n,
HOIT! – den Fruchtsoft auffaunga dearfst do net vergess´n.
Sonst gibt’s a Maleur und die Stimmung tat sink´n,
daun gab´s a Joahr drauf a koan Most mehr zan trink´n.
Mia hob´n an Schlauch g´hobt der im Kölla d´runt´n,
mit unserm Fassl gaunz fest woar verbund´n
und so hot da Fruchtsoft gaunz entspannt und bequem,
sich auf dem Weg zum Mostfoss begeb´n.
Wia ma daun fertig woarn, mit dem Press´n,
is s´Fassl zua g´mocht word´n – und net vergess´n,
da Gärspund is g´setzt word´n daun oben drauf,
schließlich die Gärung nahm seinen Lauf.
Im finstan Keller – net temperiert,
da Fruchtsoft hin zu Most mutiert.
Noch a poar Woch´n hob´n ma´s riskiert
und prüfend den Frischmost amoi probiert.
Goar net so schlecht – gelb und kloar die Struktur,
i glaub, dieses Landesgetränk trink i pur.
Da letzte Schritt – den tua i gern,
jetzt muass da Most nur no abzog´n werd´n.
Schnö los in Most i in d´Flasch´n rinna,
daun is a fertig und jetzt kaun man trinka.
I muass gesteh´n, da Most is mei Freind,
und meist´ns hot er´s a guat mit mir g´meint,
ban Erstkontakt zwoar, die Selbstdiagnos´n,
da ging hoit da Most durch´n Bauch in die Hos´n.
Doch Schluck um Schluck – vom Durst getrieb´n,
hob i g´lernt, den Most zu lieb´n.
Heut´ mit Erfahrung und Wiss´n gepolt,
woaß i wo da Bartl in Most herhoit.
Sogoar in da Landeshymne erwähnt,
hot Stelzhamer dem Most a Stroph´n gegönnt.
Bin stoitz auf mei Landl – kimm a wodawöll hin,
mit Freud´n gesteh´i, dass i a Mostschädl bin.