In Bedrängnis!

Heut´ tuat auf ihr´n Kalenda steh´n,
d´Helga muass in d´Sitzung geh´n.
Von Pankraz foat´s noch Garscht´n eini,
zan Kemmetmüller, gaunz sche schleuni.
Die Parkuhr vorn legt´s hinta d´Scheib´n,
daun tuat sich d´Helga scho beeil´n,
um net zu spät zur Sitzung z´kumma,
drin freundli in Empfaung wird’s g´numma.

Nochdem des Tringa is bestellt,
da Obmann seine Rede hält.
Jetzt tuat die Blas´n reagier´n,
d´Helga muass auf´s Klo maschier´n.
Geht glei eini in d´Kabin,
sperrt g´schwind zua und setzt sie hin.
Scho tuat´s rinna, so a Seg´n
glei drauf is sie fertig g´wen.

Aunzog´n, d´Spülung druckt´s gelass´n,
s´stille Örtchen wü´s daun verlass´n.
Greift zua Türschnoin gaunz entspaunt,
scho hot´s d´Klink´n in da Haund.
D´Helga ruaft, toats mi befrei´n,
doch koana hört sie Hilfe schrei´n.

Sie klopft und bumpat – es is zan rean,
doch drauß´n, neamt tuat d´Helga hearn.
Da erste Schreck , wia er verklunga,
is ihr d´Idee – a Einfoi kumma,
beim näher hinschaun foit ihr auf,
vielleicht, wia´s d´Schnoin kriagt wieda drauf.

Des Gegenstück tuat´s vor sich seh´n,
die Schnoin um 90° verdreh´n,
auf d´letz´n Zentimeter-Eck´n,
tuat d´Helga daun die Türschnoin steck´n,
druckt´s obi, Richtung Bod´n hin,
und scho geht’s auf des blede Ding.

Gott sei Daunk, des is a Gück,
erleichtert geht’s in d´Gaststub´n z´rück.
Von nun an d´Helga z´erst kontrolliert,
bevor sie in a Klo maschiert.

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