Die Krippenfigur´n und des Woart´n auf d´Kinda!
S´woar wia domois – siachst as scho?
Sie kemman! – boid san´s alle do.
Gaunz leis´in da Kripp´n, da Ochs hot erklärt
und alle Viecha – sie hob´ns g´hört.
Sie heb´n den At´m aun und staunen,
mit d´Aug´n toan sie des Liacht ei´faungen.
Zwisch´n d´Bam und Neblwelt,
imma wieda a Liachtschein fällt.
Da Es´l sogt drauf: „ Imma no´,
toans zu uns kemma und i bin froh.
So laung die Leut´ no aun uns denk´n,
Aufmerksamkeit und Zeit uns schenk´n,
wird d´alte G´schicht g´wiss weiterleb´n,
genauso laung – a uns wird’s geb´n.“
Da Ochs, er schnaupt – versteht des nicht,
„Wir sind doch Teil von dera G´schicht!“
„Waun sie des feiern,“ sogt er stur,
„daun feiern´s a uns – ja – aber net nur!“
„Na ja“ – a kloana Floh sich rühr´t,
der links im Ohr vom Es´l platziert,
„Die Hauptperson, um des do geht,
seid´s ihr zwoar gaunz sicha net.!“
Ochs und Es´l müass´n locha,
und sog´n zan Floh gaunz g´müatli nocha,
„Und du? – wos is dei´ Beitrog eb´n,
ba dera Weihnochtsg´schicht´n g´wen?“
da Floh, er schmunzelt – sogt gaunz sacht,
„I hab des Kind zum lach´n bracht!“
„Des is bekaunt – in vielen G´schicht´n,
hob´ns des erzählt, toans des bericht´n!“
Do grinst da Esl:„Mia kommt vor,
jetzt host a du an Floh im Ohr!“
„Du host jo recht!“, da Ochs stimmt ein,
glei drauf da Floh fügt noch hinein,
„Na, na – im Link´n – moant er: „i bin,
ba deinem Ohr, sitz links i drin.
„Aun maunch´n Tog´n, d´Schof toan si´ reck´n,
„tuast überall ba uns du steck´n.“
Die aunder´n Schof´ zustimmend nick´n,
„So kloa und doch so groß tuast z´wick´n.“
Do siacht ma wieda amoi g´wiss,
das d´Größ´ alloi net wichtig is´.“
Scho goar net do, in unsra G´schicht,
brummte da Ochs: – „gaunz sicha nicht!“
„Des stimmt“, – moat´s kloane Christkind bloß,
„Wir Kloan´ san in dera G´schicht´ gaunz groß.“
„Und laut!“ sogt drauf da Josef bestimmt,
und beugt sich über d´Kripp´n zum Kind.
Ihr Kloan, wia´s alle do sad´s im Stoi,
hobt´s die größere Klappe – auf jed´n Foi.
Er zwinkert dem Ochs und dem Es´l voi Ruah,
und a allen Schaf´n lächelnd zua.
„Und die“ mahnt Maria, die d´Händ´ tuat falt´n,
„soid´s ihr a, beid´seit´n jetzt hoit´n!“
„Die Kinda, sie kommen und wia domois a heut´,
hält uns die G´schicht, g´wisse Worte bereit.“
„Genau! – brummen Ochs und Es´l weise,
„Psst!“, rief da Floh. „Sie kommen – seid leise!“
Grod rechtzeitig – d´Liachta – sie woar´n scho do
und mit ihnen die Kinder daun ebenso.