
Wia da Herbst in seiner Farb´npracht, des Leb´n täglich bunter macht.
So soll´n di Leut´- jung und die Alten, des Dasein auf da Erd´gestalten.
Es gibt net nur – schwoaz oder weiß, grad die Natur is der Beweis.
Die Blattl´n wechsl´n ihre Farb´n, gelb, braun und rot aus grün is word´n.
In da Fruah a Neblband, legt sie über unser scheanes Land.
Und drob´n auf´n Pyhrgas – auf da Gowilalm, is da erste Schnee scho g´falln.
Jetzt is die Zeit do, zum Ernte einbringa, „Vergelt´s Gott“ zu sag´n und sich zu besinna.
Des Leb´n auf Erd´n mit all seiner Pracht, hot uns wiederum reiche Geschenke g´mocht.
A Vüzoahl von Sinnen, da Herrgott hot geb´n, mit dei´ ma kau learna durch´s Leb´n zu geh´n.
De Aug´n san grad do um die Vülfalt zan fass´n, um uns büldlich auf´s Leb´n einzulass´n.
Maunchmol ziagt hoit a Schattn ins Land, von dem man kaun Lernen so allerhand´.
A neue Kraft aus´n Finstern tuat´s g´spürn, laßt´s danach euch leit´n – do kinnt´s niamals verlier´n.
Des is des G´spüar´- da Kompass von innen, und g´hört a zu unsre menschlichen Sinnen.
Wia guat is des G´fühl – wann die Sun last sie blick´n, tuat sanfte und warme Strahlen uns schick´n.
Sofort in uns wachst a Geborgenheit, lasst ´ s as nua zua – des macht richtig Freud´.
Und wann´s euch gelingt – es kinnt´s nua gewinnan, des G´fühl tuat die Liab euch ins Herz eini bringan.
Halt´s as schnö fest – lasst´s es nimmer mehr geh´n, des war´– so glaub´i – des allerwichtigste im Leb´n.
Des nächste war´s hearn´- grad durch´s zuahearn eb´n, kaun ma so vülles Schene erleb´n .
Des Zwitschern – wia Musik – hearts des Vogerl – wia´s klingt, und des Wasserl wia´s blätscherlt – wann´s ins Tal obi rinnt.
Da Wind, der ganz wüld durch die Bama foahrt, a Specht der in Stamm – moarsch a Locherl boahrt.
Hört´s wias rieselt und raschelt – wia´s lebendig tuat werd´n , wann Blattl´n und Astl´n fall´n nieder auf d´Erdn.
Ma möcht´ des Büld´- des vom Reichtum umgeb´n , völlig einsaug´n und festhalt´n – für´s restliche Leb´n.
Des riach´n, des schmeck´n, des kummt nochat draun, und ziagt erneut mi in seinen Bann.
Wia herbstli´ und frisch riacht am Morgen die Luft, wia müld´am Tag is – wann d´Sunn kummt – ihr Duft.
Schö´ laungsam schleicht eina die rauhere Zeit, d´Natur richt si zaum´- mocht´ zua Ruah sich bereit.
A d´Leut´ im Leb´n solln a Platzerl find´n, wo´s manchmal können der Hektik entschwind´n.
Und sei´s grad für an denkbar kurzen Moment, es tuat guat wann ma a des Stillsei´ kennt.
Vom Herzen i wünsch eich tuats manchmal im Lebn, euren Gfühl´amoi den Vorrang geb´n.
Mit all´ eichre Sinne – eich einzulass´n, auf die herbstliche Zeit – sie zu erfass´n.
Zu verstehn – die Natur und ois Gott´sgob sie schätz´n, und Weisheit – des ganze umzusetzen.